KURZPROFIL
Ausbildung
Freie Rednerin (IHK) im RedeKunstWerk, 2022
Erste Rede
Abschiedsrede 2023
Zuhause
Gevelsberg, unterwegs im Bergischen Land, Wuppertal und im Ruhrgebiet
Vorher
17 Jahre Flugbegleiterin, 11 Jahre Assistentin der Geschäftsführung, Journalismusstudium, abgeschlossen 2016
Aktuell
Kommunikationsmanagerin bei einem Messeveranstalter seit 2019
Kapazität
Aktuell maximal acht Trauungen in der Saison sowie zwei Abschiede im Monat, weil jede Rede Zeit braucht.
mein Weg
MEILENSTEINE
Purser – 17 Jahre in der Luft
Vierzehn Jahre davon war ich als Chefstewardess verantwortlich für die Kabine, die Kabinen-Crew und alles, was 10.000 Meter über der Erde nicht nach Plan läuft. In diesem Beruf habe ich gelernt, Menschen in wenigen Sekunden zu lesen. Wer Flugangst hat, wer mehr als einen Kaffee braucht oder einfach nur reden will. Und man lernt, ruhig zu bleiben, wenn es turbulent wird.
Deshalb bringt mich am Tag der Zeremonie nichts aus der Fassung. Wenn das Mikrofon streikt oder die Wettervorhersage nicht stimmt, bleibe ich entspannt und finde eine Lösung.
Assistentin der Geschäftsführung – 11 Jahre
Nach fast zwei Jahrzehnten in der Luft wagte ich den Sprung zurück auf den Boden. Es folgten 11 Jahre im Büro, wo ich Termine jonglierte, Veranstaltungen organisierte und den Chefs den Rücken freihielt. Wer das so lange macht, kennt sich aus mit Ablaufplänen und weiß, wie man Prioritäten setzt.
Für eure Zeremonie heißt das: Ich strukturiere den Ablauf, stimme mich mit anderen Dienstleistern ab und behalte den Überblick.
Studium Journalismus – 2016
Schon als Kind habe ich gerne geschrieben. Den Traum, Journalistin zu werden, erfüllte ich mir erst Jahrzehnte später, berufsbegleitend im Fernstudium. Journalismus bedeutet vor allem eins: fragen, bis die Geschichte vollständig ist. Dabei geht es nicht nur darum, Fakten zu sammeln, sondern insbesondere darum, die Details zu finden.
Genau das mache ich, wenn ich erfahren möchte, wer die Menschen sind, die ich begleite.
Internationale Kommunikation – seit 2019
Hauptberuflich verantworte ich die internationale Kommunikation eines Messeveranstalters. Texte für die Presse, Endverbraucher und Aussteller auf Deutsch und in Englisch gehören zu meinem Tagesgeschäft.
Schreiben ist weit mehr als ein Hobby für mich. Es bestimmt seit Jahren meine Arbeit.
Freie Rednerin (IHK) – Ausbildung 2022, erste Rede 2023
Ausgebildet im RedeKunstWerk, mit IHK-Zertifikat. Eine lebensverändernde Zeit, in der mir bewusst wurde, was mir zuletzt fehlte: eine sinnstiftende Aufgabe. Seitdem halte ich freie Trauungen und Trauerfeiern.
Dieser Beruf ist für mich mehr als ein Job. Er verbindet all das, was ich gerne tue und was ich gut kann: Schreiben, zuhören, mich einfühlen, organisieren und ohne Scheu vor Menschen stehen.
Motivation & Leidenschaft
WAS MIR WICHTIG IST
Der Schlüssel zu allem ist für mich der Kontakt zu Menschen. Ohne den fehlt mir etwas, ob damals als Stewardess oder heute als freie Rednerin. Deshalb steht am Anfang jeder Rede ein langes Gespräch, in dem ich euch kennenlerne und tief in eure Geschichte eintauche.
Wenn wir zusammensitzen und sprechen, wächst das gegenseitige Vertrauen. Was ihr mir erzählt, bleibt bei mir. Auch das, was am Ende nicht in eurer Rede steht.
WAS MICH ERFÜLLT
Meine erste Rede habe ich bei einer Trauerfeier gehalten. Es war ein Abschied unter schweren Umständen, der für mich besonders herausfordernd gewesen ist. Dennoch habe ich zugesagt, sehr lange intensiv zugehört und dann eine Rede geschrieben, die nichts beschönigt und trotzdem von einem bewegenden Leben erzählt. Seither weiß ich, was ich tragen kann. Es folgten weitere Abschiede, bevor die erste Trauung kam.
Beides erfüllt mich, jedoch auf unterschiedliche Weise. Der Moment, wenn die Braut einzieht, bereitet mir jedes Mal Gänsehaut, von einer Hochzeit bin ich noch tagelang beseelt. Meistens begleite ich das Paar monatelang. Das verbindet über den großen Tag hinaus. Nach einem Abschied bleibt neben der Nähe zu den Angehörigen oft noch etwas anderes: Das dankbare Gefühl, ihnen an einem schwierigen Tag etwas Leichtigkeit geschenkt zu haben.
WORAN ICH FESTHALTE
Kein Termin ohne Vorgespräch. Ich versende keine Fragebögen an meine Paare oder Angehörige von Verstorbenen. Wir treffen uns persönlich, sprechen in einer ruhigen Atmosphäre und nehmen uns die Zeit, die es braucht. Erst danach beginne ich zu schreiben.
Die Rede gebe ich vorher nicht heraus. Das hat nichts mit Geheimniskrämerei zu tun, sondern damit, dass Worte anders wirken, wenn man sie zum ersten Mal hört. Durch die richtige Betonung, mit Pausen, wo sie passen und spontanen Abweichungen aus der Situation heraus. Wer die Rede vorab liest, nimmt sich das aufmerksame Zuhören und echte Emotionen.
Keine Kompromisse beim Text. Wenn mir eine Stelle noch nicht gut genug ist, schreibe ich sie um. Auch wenn es bereits Mitternacht ist und niemand den Unterschied bemerkt hätte.
WIE ICH LEBE & WAS ICH LIEBE
Abwechslung liebe ich nicht nur im Job. 16 Umzüge sprechen für sich. Mein Zuhause war niemals ortsgebunden, sondern immer dort, wo mein Herz sich wohlfühlte. Inzwischen habe ich meine Heimat aber auch im Privatleben gefunden. Ich bin Mutter einer erwachsenen Tochter, sehr glücklich zum zweiten Mal verheiratet und lebe mit Mann und Hund Toni seit 2020 in Gevelsberg.
Und doch zieht es mich immer wieder hinaus in die Welt. Reisen kommt einfach meinem neugierigen, freiheitsliebenden Wesen entgegen. Außerdem sammle ich nicht nur gerne neue Erfahrungen, sondern auch Postkarten, die ich mir selbst von jedem bereisten Ort schreibe. Inzwischen sind es so viele, dass ich sie nicht mehr zähle.
Den Tag starte ich mit Yoga, und zwar jeden Morgen. Zusammen mit einer Tasse warmem Zitronenwasser tanke ich auf der Matte Kraft und Energie für alles, was kommt. Im Sommer spiele ich Golf und wandere gerne. Deshalb liebe ich die Berge ein kleines bisschen mehr als das Meer.
Andere sagen vor allem eins über mich: dass ich immer lächele. Und meine Mutter erzählt, sie habe mich schon als schlafendes Baby im Kinderwagen geweckt, um mich beim Aufwachen lachen zu sehen.
WORAUF ICH MICH FREUE
Ich freue mich auf euch! Darauf, euch kennenzulernen, eure Geschichte zu hören und hineinzuspüren. Ich wünsche mir, dass meine Worte den Weg in eure Herzen finden, damit ihr sie auch nach vielen Jahren als Erinnerung in euch tragt.
Wenn ihr wissen möchtet, ob ich wirklich zu euch passe: Schreibt mir. Ein Kennenlerngespräch kostet und verpflichtet zu nichts.